Empfang der Staatsministerin

Empfang der Staatsministerin für Sport und Ehrenamt zu Ehren der Medaillengewinnerinnen und -gewinner der FISU World University Games 2025

Im Bundeskanzleramt in Berlin sind am 24. März 2026 die Medaillengewinnerinnen und -gewinner der FISU World University Games 2025 (Winter und Sommer) feierlich geehrt worden. Staatsministerin für Sport und Ehrenamt Dr. Christiane Schenderlein würdigte gemeinsam mit der Vorstandsvorsitzenden des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) Ebba Koglin die herausragenden Leistungen der studentischen Spitzensportlerinnen und -sportler.
Die FISU WUG Silbermedaillengewinnerin im Rudern (Mixed-Doppelvierer) 2025, Helena Brenke, Studentin und kurz vor ihrem Abschluss in Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik am KIT, konnte aufgrund der Vorbereitung auf die erste wichtige Kaderüberprüfung der Saison leider nicht vor Ort sein.

Staatsministerin Dr. Christiane Schenderlein betonte: „Duale Karriere verlangt tägliche Höchstleistungen. Während andere sich auf einen Bereich konzentrieren können, meistern studierende Spitzensportlerinnen und Spitzensportler gleich zwei Herausforderungen: Sie sitzen im Hörsaal, bereiten Prüfungen vor, schreiben Hausarbeiten – und stehen zugleich im Training, reisen zu Wettkämpfen und messen sich mit der internationalen Konkurrenz. Im Jahr 2025 ist ihnen das so erfolgreich wie noch nie zuvor gelungen. Dafür gebührt ihnen unsere höchste Anerkennung. Es gilt das Leitmotiv der International University Sports Federation: Die Athletinnen und Athleten von heute sind die Führungspersönlichkeiten von morgen. Ich gratuliere allen Athletinnen und Athleten zu ihren hervorragenden Ergebnissen.” Ebba Koglin ergänzte als Vorstandsvorsitzende aus Sicht des adh: „Die Vereinbarkeit von Studium und Spitzensport ist ein zentraler Baustein nachhaltiger Athletinnen- und Athletenentwicklung. Der adh schafft gemeinsam mit seinen Partnerhochschulen des Spitzensports und den beteiligten Partnern verlässliche Rahmenbedingungen, die sportliche Spitzenleistungen und akademischen Erfolg ermöglichen.“

Als einzige Projektkoordinatorin einer Partnerhochschule des Spitzensports war Prof. Dr. Swantje Scharenberg (KIT) beim „Impulsgespräch Duale Karriere: Studium und Spitzensport – mehr als Medaillen“ mit auf dem Podium. „Die mündigen Athleten und auch studierende Spitzentrainer*innen sollten sich an ihrer Hochschule ebenfalls die bestmögliche Unterstützung im Bereich des Studiums aktiv holen“, so Scharenberg in ihrem Plädoyer für Coaching im Studium. „Dieses ist an den 129 Partnerhochschulen des Spitzensports formal geregelt. Jedoch ist die individuelle Umsetzung von Prüfungsverschiebungen oder Kompensation von durch den Spitzensport begründeten Fehlzeiten abhängig vom Verständnis des Gegenübers, das selbst an langjährigen Partnerhochschulen des Spitzensports nicht automatisch gegeben ist. Hier braucht es viel professionelle Überzeugungsarbeit auf Augenhöhe.“ Vivienne Morgenstern, Wirtschaftswissenschafts-Studentin an der TU Dresden und Gewinnerin der Goldmedaille in der 4x400 Meter Staffel bei den Rhine-Ruhr 2025 FISU World University Games, kennt die Problematik und hat sich damit arrangiert. Sie bilanzierte: „Die FISU Games waren für mich ein ganz besonderer Meilenstein. Ich konnte mich international mit starker Konkurrenz messen und mich sportlich deutlich weiterentwickeln. Gleichzeitig habe ich gemerkt, wie wichtig der Austausch mit anderen studierenden Athletinnen und Athleten ist, die wie ich Studium und Spitzensport kombinieren. Meine Entscheidung für die Duale Karriere habe ich ganz bewusst getroffen. Das Studium gibt mir Perspektive und Ausgleich, der Sport treibt mich an, jeden Tag besser zu werden. Die FISU Games zeigen, dass beides auf hohem Niveau möglich ist, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.“

Von links nach rechts: Vivienne Morgenstern (Leichtathletik, TU Dresden), Svea Thamsen (adh-Vorständin), Prof. Dr. Swantje Scharenberg (KIT Karlsruhe). Foto: Bernd Wannenmacher

Klaudius Harsch, ehemaliger Student der Physik am KIT, war auch unter den geehrten Medaillengewinnern in Berlin. Der Gewinn der Silbermedaille bei den FISU World University Games in Turin im Curling Mixed Double war für ihn ein persönlicher Höhepunkt, zu dem ihm der Hochschulpräsident der Hochschule Kempten, Prof. Dr. Wolfgang Hauke, im Januar 2025 persönlich gratuliert hat. „Wir sind unglaublich stolz auf Klaudius Harsch und Moritz Metzger. Ihre Leistungen zeigen, dass sich Studium und Spitzensport hervorragend verbinden lassen.“

Klaudius hat bewusst die Rahmenbedingungen geändert – ein mündiger Athlet, der seine duale Karriere fest im Blick hat.

Die Ehrung im Bundeskanzleramt unterstrich erneut die Bedeutung von Studium und Spitzensport sowie der FISU World University Games als tragende Säule der Athletenentwicklung in Deutschland.

Klaudius Harsch (Foto: Bernd Wannenmacher)