Der Arbeitsbereich Gesundheitsbildung und Sportpsychologie erforscht die psychologischen Grundlagen gesundheitsförderlichen Bewegungsverhaltens und entwickelt evidenzbasierte Ansätze zur Bewegungsförderung in Prävention, Rehabilitation und Nachsorge. Im Zentrum steht die Frage, wie Menschen körperliche Aktivität und Sport in ihren Alltag aufnehmen, langfristig aufrechterhalten und warum dies in vielen Fällen nicht gelingt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der dynamischen Analyse gesundheitsförderlichen Bewegungsverhaltens und auf der Frage, wie sich motivationale, affektive, habituelle und selbstregulatorische Prozesse über die Zeit entwickeln und in konkreten Handlungssituationen zusammenwirken.
Die Forschung des Arbeitsbereichs verbindet theoretische Modellbildung mit alltagsnaher empirischer Datenerhebung und anwendungsbezogener Intervention. Mit Längsschnittstudien, Ecological Momentary Assessment, digitalen Erhebungsformaten und Mixed-Methods-Ansätzen wird untersucht, wie Intentionen, Affekt, Gewohnheit und wahrgenommene Verhaltenskontrolle in konkreten Handlungsepisoden zusammenwirken. Diese Perspektive erlaubt es, die Lücke zwischen Intention und Verhalten präziser zu erklären und Ansatzpunkte für wirksame Interventionen abzuleiten.
Profilbildende Themen des Arbeitsbereichs sind die dynamische Erklärung von Bewegungsverhalten, die Rolle von Affekt und Motivation im Sport und in der Gesundheitsförderung, digitale und hybride Interventionen sowie die nachhaltige Förderung körperlicher Aktivität in Prävention, Rehabilitation und Nachsorge.
In aktuellen Projekten untersucht der Arbeitsbereich unter anderem die Teilnahme an Sport- und Gesundheitskursen, digitale Präventionsprogramme, individualisierte Rehabilitation, COPD-Therapie und Nachsorge. Weitere Informationen zu den laufenden und abgeschlossenen Projekten finden Sie hier.
Damit verbindet der Arbeitsbereich sportpsychologische Grundlagenforschung mit gesundheitspsychologischer Interventionsforschung und interdisziplinärer Versorgungsforschung.

